Bürgermeisterwahl

Bei der Wahlkonferenz, die am 19.8.2010 in der "Alten Wäscherei" in Beckingen stattfand, wurde Joachim Gratz, Ortsvorsteher von Honzrath, mit 98,7% der Stimmen zum Kandidaten der SPD gewählt. 

Die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Beckingen findet am 05.12.2010 statt.

  

Zu meiner Person

Geboren wurde ich am 15. Januar 1952 als erstes von drei Kindern einer Bergarbeiterfamilie in Honzrath; ich bin also ein waschechter Beckinger.

Seit 1973 bin ich mit meiner jetzigen und bisher einzigen Frau Wilma, verheiratet und habe mit ihr zwei mittlerweile erwachsene Töchter.

Zu meinem schulischen und beruflichen Werdegang ist zu sagen, dass ich mit einem akademischen Titel leider nicht dienen kann; ich war und bleibe ein bürgerlicher Kandidat, obwohl mir nach der sogenannten Ochsentour über eine gestandene Lehrausbildung die Nachdiplomierung zum Diplom-Verwaltungswirt zugestanden hätte. Hierauf habe ich seinerzeit und bis heute verzichtet; einen derartigen Titel halte ich nach wie vor für nicht so wichtig, man soll an seinen Taten gemessen werden.

Ich habe nach meinem Hauptschulabschluss den Einstieg in einen Beruf gewählt, der besondere Anforderungen an soziale Kompetenz und Verwaltungsfachkenntnisse stellt; ich habe nämlich im Jahre 1967 bei der AOK des Saarlandes eine dreijährige Ausbildung als Verwaltungslehrling begonnen. Während dieser Zeit besuchte ich die Verwaltungs- und Sparkassenschule des Saarlandes in Saarbrücken.

Nach erfolgreichem Abschluss der Verwaltungslehre wurde ich 1970 als Verwaltungsanwärter per Anstellungsvertrag in den Vorbereitungsdienst der AOK des Saarlandes übernommen, der Dienstordnung unterstellt und am 1.3.1973, nach Ablegung der 1. Verwaltungsprüfung zum Verwaltungssekretär befördert.

Bereits sechs Jahre später, nach dem Studium an der Fachschule für Sozialversicherungsrecht der gesetzlichen Krankenversicherung für die Landesverbände der Ortskrankenkassen von Rheinland Pfalz und Saarland in Grevenbroich, legte ich am 12. November 1979 die 2. Verwaltungsprüfung ab und wurde zum 1. März 1980 als Verwaltungsinspektor in den gehobenen Dienst übernommen.

Vor meiner Ernennung zum Oberinspektor am 1. Oktober 1985 wurde mir im Jahre 1983 die Leitung der AOK Zweigstelle Beckingen, die zu diesem Zeitpunkt noch in den Räumen der Firma Karcher untergebracht war, übertragen.

Die Leitung dieser Geschäftsstelle hatte ich bis zu meinem Wechsel zur Saarländischen Landesregierung im Jahre 1993 inne. Von daher sind mir die Sorgen und Nöte der Beckinger Bevölkerung bestens bekannt und ich dürfte vielen der Beckinger Bürger hoffentlich noch in guter Erinnerung sein.

Seit 1993 bin ich als Revisor im Prüfdienst der Krankenversicherung für das Saarland, nunmehr im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit und Verbraucherschutz, tätig. Meine Aufgabe als Regierungsoberamtsrat ist die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften durch die gesetzlichen Krankenversicherungsträger und die hierzu gehörenden ärztlichen und medizinischen Dienste im Saarland, der Rechnungshof der Sozialversicherung im Saarland sozusagen.

Ich erzähle euch das, weil mich dieser Job besonders bezüglich einer sozialen Gerechtigkeit geprägt hat. Ich habe gelernt, dass man Konflikte nur durch korrekte Arbeit lösen kann: Alles muss auf den Tisch! Irgendwelchen Bedenken immer sofort und ernsthaft nachgehen! Niemals etwas verschleiern! Nur auf diesem Weg kommt man zu akzeptablen Lösungen.

Ich halte mich daher aufgrund meiner Ausbildung und meinem späteren Berufsleben für das Amt eines Bürgermeisters geeignet und gewappnet.

 

Zu meiner Sicht der Dinge

Es stimmt, das "Rumhacken" auf dem politischen Gegner liegt mir nicht besonders, manchmal ist es aber unvermeidlich. Manche meinen ja deshalb auch, die SPD sei insgesamt zu "sanft". Vielleicht ist das aber auch der Preis: Einer, der ausgleichen will und Meinungen zusammenführen will, kann nicht gleichzeitig Leute mit anderen Ansichten fertig machen.

Aber wer mich länger kennt, kann sich sicher erinnern, dass Sanftmut auch ein Ende haben kann und muss: bei sogenannten Expertengutachten, Manipulationen, Demagogie, Verlogenheit, Unfairness.

Diese Verhaltensweisen haben in der politischen Auseinandersetzung nichts zu suchen! Da heißt es dazwischen zu gehen! Politik ist nämlich dem Gemeinwohl verpflichtet. Und deshalb hat sich Politik nicht wie bei dem jetzigen Bürgermeister und der Beckinger CDU an Interessenverbänden, um nicht sagen zu müssen, an Klientelinteressen, sondern an den Ansprüchen aller Bürger zu orientieren.

Mein Ziel als Bürgermeister ist, mit allen Parteien und Gruppen sachlich, fair, kompetent und sozial gerecht zum Wohle der Beckinger Bürger, nicht aber der Leuchtturmpolitik zu Gunsten der auswärtigen Anspruchsteller, zusammenzuarbeiten.

 

Nun zu den politischen Projekten und Vorhaben für diese Gemeinde:

Viel ist die letzten Jahre liegen geblieben oder zu Lasten einer fast ausschließlich auf Kunst und Kultur ausgerichteten Politik in unserer Gemeinde zu kurz gekommen. Und das wollen wir ändern. Mit "wir" meine ich den Gemeindeverband und die Fraktion.

Wir haben schon angefangen einige Themen auszudiskutieren und niederzuschreiben. Wir werden Weiteres erarbeiten:

Soziale Gerechtigkeit, Familienfreundlichkeit, Bildung, bezahlbarer Fremdenverkehr und Tourismus neben den Geldversenkungsanlagen Kupferbergwerk und Saargarten, Schwimmbad erhalten, Haushaltskonsolidierung, neue Arbeitsplätze schaffen durch ein echtes Gewerbegebiet im Anschluss an Dillingen Ost, Leerstände in vorhandenen und wenig genutzten, aber teuer erkauften Gebieten auflösen.

Wir werden die notwendigen Dialoge mit der Wirtschaft, mit Ehrenamtlichen, mit den zuständigen Verbänden usw. führen.

Das Alles wollen wir in unser Wahlprogramm schreiben. Und ich will das als Bürgermeister gemeinsam mit der SPD-Fraktion umsetzen.

Der Bürgermeister repräsentiert die Gemeinde, und er ist Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger.

Aber wie viel Frust ist bei den Beckingern in den letzten Jahren aufgekommen. Das Marionettentheater aus Kunst und Kultur haben viele satt. Kein oder geringeres Geld für Kindergärten aber unerschöpfliche Ausgaben für Leuchtturmprojekte. Das hat niemand verdient. Ich werde wieder für verlässliche Aussagen der Gemeinde gegenüber Allen sorgen. Vor allem die vielen Vereine und Ehrenamtlichen brauchen ein zuverlässiges und faires Gegenüber.

Es gilt alle Ortsräte zu stärken, nicht nur die Linientreuen. Denn sie sind das Potential für mehr Lebensqualität in unseren Gemeindebezirken. Bisher bestimmt die CDU-Mehrheit im Gemeinderat mitsamt dem Bürgermeister in selbstverherrlichender Eitelkeit, Sturheit und Ignoranz die Geschicke in allen Ortsteilen ohne Rücksicht auf die Vorschläge und Entscheidungen der Ortsräte zu nehmen.

Und das verspreche ich euch: Bei mir werden diese Dinge umgekehrt und unbequeme Themen nicht auf die lange Bank oder unter den Tisch geschoben, sondern sachlich in die Hand genommen.

Liebe Genossinnen und Genossen, am 5. Dezember wird ein Bürgermeister für die nächsten 8 Jahre gewählt. Diese Gemeinde braucht eine seriöse, langfristig stabile und bürgernahe Politik.

Deshalb stelle ich mich zur Wahl. Ich will durch mehr soziale Gerechtigkeit und ein gemeinsames Miteinander unsere Gemeinde weiter voranbringen.

Meine Hauptziele für diese Gemeinde sind, Konflikte zu lösen anstatt zu verschleiern, Probleme anzupacken, Visionen zu geben und Mut zu machen. Packen wir es an, wir können es, wir machen’s.

Nun ist es an Euch! Ihr müsst am 5. Dezember 2010 mit Eurer Stimme für mich die Weichen für unser Beckingen stellen.

 

Nutzen Sie doch zudem unsere Aktion "Meine Idee für Beckingen". Mit dieser können Sie uns Ihre Ideen für ein faires und modernes Beckingen zukommen lassen und sich an der Politikgestaltung beteiligen.


Beachten Sie zu diesem Thema auch die Meldungen in der Rubrik "Aktuelles".

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08.09.2010 - 20:00 Uhr

NONNWEILER: Comedy mit Detlev Schönauer - "Bananenrepublik Saarland"
Mittwoch, 8. September, 20 Uhr, Kurhalle Nonnweiler

09.09.2010 - 19:30 Uhr

GERSHEIM: Comedy mit Detlev Schönauer - "Bananenrepublik Saarland"
Donnerstag, 9. September, 19:30 Uhr, Kulturhaus Gersheim

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